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Für die Wahl der Merlot-Rebe sprachen unter anderem zwei Gründe: zum einen stellt der hohe Kalk- und Tonanteil in einigen Parzellen unserer Weinberge eine optimale Voraussetzung für einen strukturreichen und fruchtbetonten Merlot-Wein dar, zum anderen machen ihn seine geschmacklichen Eigenschaften aus unserer Sicht zu einem idealen Verschnittpartner für den Montepulciano.

Die Merlot-Rebe fand um die Mitte des 19.Jahrhunderts gleichzeitig in Frankreich und in Italien Beachtung. Sie liebt kühle Böden, die auch im Sommer noch Feuchtigkeit bewahren. Auf Sandböden entstehen leicht strukturierte Weine, Ton gibt ihnen mehr Substanz, Kalkstein unterstützt Eleganz und Duft. Herausragende Weine werden zum Beispiel im Pomerol (Bordelais) auf Böden mit 60% Tonanteil erzeugt. Die Rebe gedeiht auch in kühleren Klimazonen. Austrieb und Reife sind relativ früh. Sie ist äußerst ertragsstark und bringt ohne Mengenreduzierung einfache bäuerliche Weine von heller Farbe und grasigem Charakter hervor. Der Ertrag sollte für hochwertige Weine nur bei 25-30 hl/ha liegen. Der richtige, möglichst späte Lesezeitpunkt spielt für die Qualität eine entscheidende Rolle.

Aus der Merlot-Traube können runde, säure- und tanninarme Weine mit Aromen von schwarzen Kirschen, Schokolade und Früchtekuchen entstehen. Einige der größten Rotweine werden aus Merlot-Trauben gekeltert, wie etwa der Le Pin und der Chateau Petrus aus dem Bordells.